von: Helmut E. W. Starrach

November 2013, 182 Seiten, viele mit farbigen Abbildungen

ISBN 9781937570460

Preis: 19,50 EUR

Über dieses  Buch:

"Liebe,und was Du willst,das tu!" sagt Aurelius Augustinus (354-430), Bischof von Hippo Regius (heute Annaba in Algerien) im römischen Nordafrika. Denn was man mit Liebe tut, ist recht getan.

Augustinus hat sich in einer Zeit größter äußerer und innerer Bedrängnis mit einer Vielzahl zerstrittener und auseinanderstrebender christlicher Glaubensgemeinschaften und Philosophien auseinandergesetzt. Als Gottsuchender hat er ernsthaft und ruhelos um die Wahrheit gerungen.Im Laufe seines Lebens hat er immer mehr die zentrale Bedeutung der Liebe entdeckt. Auf Grund seiner zahlreichen Schriften wurde er DER prägende Theologe der lateinischen Westkirche.

Er hat ein umfassendes Werk hinterlassen,durch das er bis heute Menschen an seinen eigenen Glaubens -und Lebenserfahrungen teilhaben läßt. Dieses Buch bringt eine Auswahl davon. Die Texte sind dem Kirchenjahreskreis zugeordnet und können entsprechend nach dem Kalendarium gelesen werden.

Dr.med.Helmut Starrach reiste auf den Spuren von Augustinus. Beeindruckt war er von dem herrlichen Freskenzyklus in der Augustinerkirche in San Gimignano ( Toskana). Benozzo Gozzoli stellte 1464-1467, also bereits tausend Jahre nach Augustinus‘ Tod, wichtige Ereignisse im Leben des Heiligen dar.

Weitere Bilder zeigen Impressionen der nordafrikanischen Landschaft und der Orten, an denen Augustinus gelebt und gewirkt hat, z.B. Karthago, Thagaste, Hippo Regius und Cirta.

Über den Autor:

Dr. med. Helmut Starrach lebt in Künzelsau. Seine kulturhistorischen Interessen führten ihn auf weite Reisen, Dieses Buch folgt auf frühere Bildbände:

  • Mustang — Das geheimnisvolle Königreich im Himalaya
  • Leben in Hohenlohe
  • Der Ruf des Athos — Erfahrungen und Begegnungen auf dem Heiligen Berg
  • Seide und Sand — Menschen auf der Seidenstrasse von Rom nach Peking

 

Dieses Buch kann in Buchhandlungen oder online, z. B. bei Amazon oder Barnes & Noble bestellt werden.

Sie können es auch direkt beim Verlag bestellen, ohne Versandkosten:

 

Auszug aus dem Buch:

 

2. Sonntag nach Weihnachten

Liebe, und was du willst, das tu!

Kommentar von Cornelius Mayer: Der Satz fasst aufs Bündigste Augustinus’ Ethik zusammen. Diese kulminiert im christlichen Liebesgebot. Der Satz steht im Kontext der Auslegung von 1 Joh 4,8: Die Liebe Gottes wurde unter uns dadurch offenbart, dass Gott uns seinen einzigen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben. Daraus leitet Augustinus das Gebot der christlichen caritas ab. Das Motiv, auf das es bei der Liebe ankommt, ist die Hingabe.

Der Bischof zitiert Röm 8,32: Der (sc. Gott) seinen eigenen Sohn nicht verschonte, sondern ihn für uns alle hingegeben hat, wie hätte er uns mit ihm nicht alles geschenkt? ‚Alles‘ meinte auch ihn, Gott, der die Liebe ist. Er sei die Wurzel der Liebe, die ‚radix caritatis‘ und nur von dieser Wurzel her zeichne sich das Tun der caritas vor allem anderen Tun und Lassen aus. Treffend kommentiert der Bischof den viel zitierten Satz, indem er fortfährt: Sive taceas, dilectione taceas; sive clames, dilectione clames; sive emendes, dilectione emendes; sive parcas, dilectione parcas: Radix sit intus dilectionis, non potest de ista radice nisi bonum existere – Schweigst du, so schweige aus Liebe; schreist du, so schreie aus Liebe, weisest du zurecht, so weise aus Liebe zurecht; übst du Nachsicht, so übe sie aus Liebe. Die Wurzel deines Handelns bleibe innerhalb der Liebe. Aus dieser Wurzel kann nichts anderes als Gutes wachsen.*

*Vorträge zum Johannesbrief an die Parther 7,8; AZ, S. 130

Go to top